Für den südlichen Teil der Westküste wollten wir eigentlich das Gegenteil vom Norden machen: „gemütlich“ der Küste entlang, soweit wir kommen – und dann relativ direkt zurück nach Perth, wo wir den Camper abgeben müssen. Aber manchmal kommt alles anders als geplant; als wir unseren ersten Campingplatz buchen wollten, war an diesem Ort alles ausgebucht. Hoppla – damit hatten wir nicht gerechnet, war es doch im Norden gar kein Problem, jeweils spontan die Campingplätze zu buchen. Deshalb hiess es spontan umplanen und mal schauen, wo wir noch freie Campingplätze finden, denn die Sommerferien hier in Australien sind bis am 26. Januar (und wir geben unseren Camper am 25. Ab 😉). Zum Glück fanden wir aber doch noch den einen oder anderen freien Platz, allerdings haben viele Campingplätze eine Mindestbuchung von 4-5 Nächten. Deshalb waren wir jetzt halt etwas eingeschränkt, wo wir übernachteten, und hatten dort jeweils eine „Homebase“, von wo aus wir die Umgebung erkundeten.
Herbs for free :)
Gestartet haben wir entsprechend in Esperance nach einer 8-stündigen Fahrt, wo wir 5 Nächte übernachteten. Diese waren allerdings gar nicht so schlecht – denn es gibt rund um Esperance super viel zu entdecken. Die Stadt selbst ist nicht so besonders, der nahegelegene Cape-Le-Grand-Nationalpark hingegen hat die sowohl schönsten Strände, die wir je gesehen haben. Am Lucky Bay waren wir tatsächlich auch mal wieder „lucky“ und fanden noch 2 Kängurus, die sich noch nicht an den Schatten versteckt hatten. Der Strand ist bekannt für die Kängurus am Strand, allerdings sind sie nur frühmorgens und spätnachmittags wirklich am Strand, da es ihnen sonst zu heiss ist. (Allgemein haben wir hier in West-Australien bis jetzt erst sehr wenige Kängurus gesehen, weil wir halt auch hauptsächlich durch den Tag unterwegs sind). Umso mehr haben wir uns natürlich gefreut, als wir sogar ein junges Känguru entdeckten. 😊
isches ech e chli kalt?
Nom
Auch die übrigen Strände waren super schön und das Wasser so klar wie selten – entsprechend auch eher kalt, aber bei Sonnenschein gut aushaltbar. 😉 Ausserdem kletterten wir noch auf den Frenchman Peak, welches eine steile aber kurze Wanderung war mit einer tollen Aussicht über den Nationalpark.
Der Great Ocean Drive, welcher quasi eine Rundfahrt von Esperance zu den schönsten Orten der Umgebung ist, war auch wunderschön und hat uns wiederum zu tollen Stränden geführt. Obwohl es hier nur wenige Haiangriffe gibt (haben wir natürlich gegoogelt – seit dem Jahr 2000 sind in Westaustralien 20 Personen wegen Haiangriffen gestorben), sind die Hinweise hier an den Stränden deutlich grösser und auffälliger als an der Ostküste. So gibt es an den beliebten Stränden Hai-Sirenen und es gibt auch eine App, wo man nachschauen kann, ob ein getaggter Hai bei einem Sensor in der Nähe ist oder ob jemand einen gesichtet hat.
4WD recommended
SUPender Fischer
Sharky Shark
I am speeeeeeeed
Dann ging es auch schon weiter nach Albany, wo wir auch wieder wunderschöne Strände und Lookouts im Torndirrup Nationalpark besucht haben (das Wasser war dann aber doch etwas zu kalt und es war zu luftig, um zu baden 🥲).
Kriegsbemalung
Ausserdem machten wir einen «Wandertag» im Porongurup Nationalpark, wo wir zur Devil’s Slide hochgewandert sind (auch dieser Weg war mal wieder relativ kurz aber sehr steil). Ausserdem wagten wir uns noch zum Castle Rock, wo wir mit einer wunderschönen Aussicht belohnt wurden (und einem Skywalk, der Nico nicht so gefallen hat, weil man doch sehr in der Höhe auf einem Gitter steht 😉).
Höhenangst?
Einen Tag lang hat es uns komplett verregnet – und wir haben den Tag gerade genutzt, um mal wieder einfach «nichts» zu machen, was uns super gut tat, da wir doch sehr viel unterwegs sind und viel erleben, und wir die ganzen Eindrücke nur mit den ruhigen Tagen auch wirklich verarbeiten können.