Auch unsere nächste Destination ist besonders beliebt und bekannt unter Tauchern: Malapascua Island. Die Insel ist deshalb so beliebt, weil es einer der einzigen Orte auf der Welt ist, wo man fast garantiert die Thresher Sharks (Fuchshaie) sehen kann. Diese leben eigentlich in 400 Meter Tiefe, kommen aber zum sich Putzen zu lassen auf ca. 15-20 Metern, wo man sie dann als Taucher beobachten kann. Die Reise von South Leyte nach Malapascua brauchte allerdings zuerst mal wieder fast zwei Tage; denn die Fähre von Leyte nach Cebu fährt nur einmal am Tag, und zwar Nachmittags um 3 Uhr. So kamen wir erst am Abend in Cebu an und mussten bis am nächsten Morgen warten, um einen Bus und dann die Fähre nach Malapascua zu nehmen. Als wir in Malapascua zu unserer Unterkunft liefen, trafen wir auch noch alte Bekannte von unserer Coron – El Nido Tour und verabredeten uns dann auch direkt fürs Nachtessen. 😊 ​​​​​​​
Victor und Mariella
Victor und Mariella
Jeepney Fahrt
Jeepney Fahrt
Der Tag der Thresher Shark Tauchgänge startete dann mal wieder sehr früh: um 5:45 Uhr trafen wir uns im Tauchcenter und es ging mit dem Boot zum ersten Tauchplatz. Dieses Riff ist noch keine Putzstation der Thresher Sharks, allerdings besteht die Chance auf Riffhaie und die Tage zuvor wurden immer mal wieder Tigerhaie gesichtet, worauf wir natürlich auch hofften (und ein wenig Angst davor hatten 😉). Leider zeigte sich uns weder ein Riffhai noch ein Tigerhai. So freuten wir uns umso mehr auf die zwei nächsten Tauchgänge, die wir beide am gleichen Riff bei den Thresher Shark-Putzstationen machten. Schon nach wenigen Minuten unter Wasser zeigte sich der erste Thresher Shark und wir bestaunten den eleganten Hai mit der langen Schwanzflosse. Uns wurde gesagt, dass die Haie relativ scheu sind – doch sie verhielten sich eher neugierig und schienen sich gar nicht ab uns Tauchern zu stören. So sahen wir schlussendlich viele Fuchshaie und auch noch ein paar Weissspitzenhaie, Feuerfische und einen riesigen Tintenfisch.
Thresher Shark
Thresher Shark
Spot the octopus
Spot the octopus
Nach dem Tauchtag hatte Salome leider wieder ziemlich starke Ohrenschmerzen und deshalb entschieden wir uns dazu, keine weiteren Tauchgänge mehr zu machen, obwohl die Riffe sehr viel zu bieten hätten. Wir verbrachten die restlichen Tage auf der Insel deshalb ganz gemütlich, Nico schnorchelte ein wenig und fand ein paar Baby-Haie, Kugelfische und sonstige kleine Fische. Ausserdem buchten wir eine «Privat-Bootstour» um die Insel. 😊 In einem sehr herzigen veganen Restaurant konnten wir ausserdem auch ein paar traditionelle Speisen probieren – hier in den Philippinen ist es sehr üblich, dass es an den Strassenrändern kleine Restaurants hat, die einfach in Kochtöpfen verschiedenes anbieten, solange es hat. Und das gleiche Prinzip hatte es auch in dem Restaurant, einfach mit nur veganem Essen. 😍
u das für 3.-
u das für 3.-
Apropos veganes Essen: wir hatten damit gerechnet, hier auf den Philippinen hauptsächlich Reis mit Reis zu essen, denn wir haben viel gelesen, dass veganes Essen sehr schwierig zu erhalten sei. Ausserdem haben wir viele Rückmeldungen erhalten, dass das Essen hier auch nicht wirklich gut sei und alles irgendwie gleich schmeckt. Da müssen wir aber definitiv widersprechen, wir konnten nicht nur viele verschiedene Gerichte probieren, sondern haben sehr lecker gegessen.
Auf der ganzen Insel hatte es wie überall in den Philippinen ganz viele herzige Hunde. Hier hatte es aber irgendwie besonders viele, die zum Glück auch sehr gesund aussahen – und vor allem hatte es ganz viele junge Hunde. 😍 So knuddelten wir zum Beispiel etwa eine Stunde lang 6 Welpen, die in einer Bar zuhause sind. 😉
Nach Malapascua hätten wir noch ganz viele Ziele in den Philippinen offen gehabt, mussten uns aber zeitlich auf eines festlegen. So entschieden wir uns dazu, die letzten fünf Nächte in Moalboal zu verbringen, da wir so «nur» 6 Stunden Reise hatten und nicht einen ganzen Tag oder länger. Gebucht hatten wir allerdings erstmal nur drei Nächte, da wir gehört haben, dass es sehr touristisch ist und wir uns nicht sicher waren, wie gut es uns gefällt. Das Städtchen gefiel uns aber ganz gut, und vor allem die Unterwasserwelt war sehr schön: die Hauptattraktion in Moalboal ist der sogenannte «Sardine Run», wo man tausende Sardinen beim Schnorcheln oder Tauchen bewundern kann. Da sich die Fische als Gruppe bewegen, ist es sehr eindrücklich und spannend, wenn man zum Beispiel durch sie durchschwimmt und die Gruppe auf die eigenen Bewegungen reagieren. Besonders ist auch, dass die Sardinen direkt am Strand von Moalboal sind und auch ganz viele Schildkröten dort leben, obwohl es jeden Tag dutzende Touristen im Wasser hat (die zum Teil nicht mal schwimmen können 🤯).
Foodcourt
Foodcourt
Surprise tattoo für 15.-
Surprise tattoo für 15.-
Nico machte noch ein Freedive-Training an der Leine, bei welchem er daran gearbeitet hat, effizienter und tiefer zu tauchen. Da Salome immer noch Ohrenschmerzen hatte, musste sie dieses aussetzen (und gönnte sich dafür eine Massage 💆‍♀️).
Challenge: Haltet eure Luft zusammen mit Nico auf seinem Tauchgang an. 😁
Auch in Moalboal trafen wir wieder auf bekannte Gesichter von der Coron – El Nido Tour. Mit Dylan und Sophie zusammen machten wir ein Canyoneering, wo wir ca. drei Stunden lang durch einen Fluss schwammen/wateten/sprangen/schaukelten. Auch hier trafen wir auf Menschen, die nichtmal schwimmen konnten und sich von ihren Guides durchs Wasser ziehen liessen. 😳 Das Canyoneering hat mega viel Spass gemacht und es war cool, mit Sophie und Dylan noch etwas mehr Zeit zu verbringen. Die beiden gaben uns auch noch ein paar Tipps für unsere nächsten Länder, die sie in den letzten Monaten bereits bereist hatten.
Sophie und Dylan
Sophie und Dylan
An unserem letzten Nachmittag besuchten wir ein Tierheim, von welchem wir in unserem veganen Stamm-Café gehört hatten. Die Familie, die das Tierheim betreibt, macht das alles als Nonprofit-Unternehmen und ist auf Spenden angewiesen, da der Staat sie nicht unterstützt. Sie haben über 90 Tiere bei sich aufgenommen (hauptsächlich Hunde und ein paar Katzen) und versuchen, die Hunde auch zu vermitteln – aber das ist hier gar nicht so einfach, da es überall zu viele Hunde hat. Viele der Hunde, die sie aufnehmen, sind entweder verletzt oder werden ausgesetzt – besonders Hündinnen werden oft ausgesetzt, da hier fast keine Tiere kastriert werden und bei den Weibchen deshalb die Kosten höher sind, da sie fast garantiert wieder Welpen zur Welt bringen wird. Wir konnten ganz viele ausgewachsene Hunde aber auch Welpen knuddeln und hätten am liebsten alle mit nach Hause genommen. 🥹
Die Kosten sind auch nicht zu unterschätzen: pro Woche brauchen sie ca. 8000 Pesos (115 CHF) für Futter, eine Kastration kostet 5000 Peso (72.5 CHF)  (männchen) bzw. 10000 Peso (150 CHF ) (weibchen). Im Vergleich dazu; das durchschnittliche Tagesgehalt für einen Canyoneering-Guide ist 400 Peso (5.80 CHF). Falls jemand etwas spenden möchte: Hier spenden  🥰​​​​​​​
Und schon sind wir seit einem Monat in den Philippinen und es ist an der Zeit, weiterzureisen. Wir hätten gerne noch mehr vom Land gesehen, sind aber super zufrieden mit den Orten, die wir besucht haben. Unsere ausgewählten Ziele waren die meisten mit Fokus auf die Unterwasserwelt, mit etwas mehr Zeit würden wir sicher auch noch ein paar Überwasser-Ziele besuchen. Wir hatten so viele schöne Erlebnisse und Begegnungen mit Einheimischen und auch anderen Touristen. Besonders die Coron – El Nido Tour war ein schönes Erlebnis und es war super, die einen oder anderen unserer Mitreisenden an anderen Orten in den Philippinen wieder anzutreffen.
Weiter geht’s nach Vietnam, wo wir in Ho Chi Minh starten und (voraussichtlich) Richtung Norden reisen werden.

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