Mantaraaaays!
Nach den gemütlichen paar Tagen auf Nacula Island in der kleinen familiären Safe Landing Lodge, ging es weiter ins «Barefoot Manta Resort». Dieses ist wie eine Hotelanlage und ein Campingplatz gemischt – die Bungalows sind mehr-bessere Zelte, die aber mit Ventilator und schönen Betten ausgestattet sind. Aufgrund des Preises haben wir uns hier entschieden, in einem Dorm, also einem Mehrbettzimmer zu übernachten und nicht unser eigenes Bungalow zu buchen (50.- pro Nacht statt 190.- für 2 Personen). Es war ein 8er-Zimmer und es war definitiv die richtige Entscheidung, denn wir verbrachten eh nur die Nacht im Zimmer und den Rest im Wasser oder in den zahlreichen Hängematten. Unsere Mitbewohner waren alle freundlich und wenn jemand geschnarcht hätte, hätte man es eh nicht gehört, denn der Wind in den Palmen und die Wellen vom Meer direkt nebenan waren zu laut. 😉
Wie es der Name schon sagt, ist das Barefoot Manta Resort bekannt für die Mantarochen, die in einer direkt neben der Insel liegenden Passage regelmässig vorbeischwimmen, um zu essen und sich putzen zu lassen. 😊 Das war auch der Grund, wieso wir uns für einen Aufenthalt auf dieser Insel entschieden haben. Es gibt auf der Insel neben dem Hotel auch einen Tauchshop und ein Team von Meeresbiologen, die verschiedenste Projekte durchführen – zum Beispiel eben auch ein Tracking von Mantas.
Deshalb fliegen sie regelmässig mit der Drohne über die Passage, und schauen, ob die Mantas vor Ort sind – und wenn ja, dann gibt es extra dafür eine Trommel auf der Insel und ein paar der Fijianer gehen auf der Insel herum und schreien «Maaaantaraaays!», damit alle, die wollen, sich beim Tauchshop versammeln und sich einen Schnorchel schnappen, bevor es dann aufs Boot zur Passage geht. (Egal, um welche Uhrzeit, denn die Mantas sind vor allem bei Flut da, und die ist zur Zeit ca. um 06.15 Uhr morgens.)
In den Gesprächen mit anderen Personen, haben wir erfahren, dass in den letzten paar Wochen nicht soo viele Mantas gesichtet wurden. Es gab scheinbar sogar 2-3 Wochen, wo es keinen einzigen Tag gab, an dem die Schnorcheltour durchgeführt wurde. Doch in den Tagen vor unserer Anreise, gab es jeden Tag mindestens einen «Manta-Call».
Trotzdem gingen wir etwas nervös ins Bett, da wir auf keinen Fall das Trommeln verpassen wollten. Es gab aber frühmorgens kein Trommeln. Wir standen also gemütlich auf und genossen ein Zmorge-Buffet (was sich im Vergleich zum letzten Resort, wo es einfach gab, was es gab, wie ein riesiger Luxus anfühlte). Gerade, als wir unseren zweiten Kaffee holen wollten, startete dann das Trommeln und wir rannten los, um unseren Schnorchel-Sachen zu holen (obwohl sie mehrmals gesagt hatten, dass man nicht rennen muss und niemand Stress hat 😉). Wir starteten dann mit dem ersten Boot und sprangen wenige Minuten später ins Wasser, wo sich dann auch kurz darauf der erste Mantarochen zeigte.
Die Mantas waren zum Essen da und schwammen entsprechend durch die Passage, während wir mit der Strömung durch die Passage trieben. Das Boot holte uns jeweils wieder am Ende der Passage ab und brachte uns wieder an den «Start», so dass wir uns im Ganzen vier Mal durch die Passage treiben lassen konnten. Und jedes Mal schwamm mindestens einer der Rochen durch, einmal sogar zwei – einer davon ein ganz schwarzer Rochen, den sie «Vee» getauft hatten.
Es war eine unglaublich schöne Erfahrung, so nahe an den Mantas im Wasser zu sein – die riesigen Tiere bewegen sich so leicht durchs Wasser, als ob sie fliegen würden. Sie schienen auch gar nicht beeindruckt von uns Schnorchlern und schwammen zum Teil super Nahe an uns vorbei.
Da wir später in unserem Fiji-Trip vorhaben, zu Tauchen, haben wir uns entschieden, hier auf der Insel noch einen kurzen Refresher-Kurs zu machen, damit wir dann am nächsten Ort einfach ins Wasser springen können. Wir mussten zum Glück nur 2-3 Sachen auffrischen und konnten dann einfach das unglaublich schöne Hausriff der Insel geniessen. Das Riff ist seit 2011 geschützt und eine Zone, in der nicht gefischt werden darf – und dadurch wirklich extrem gesund und farbig.
Ansonsten haben wir während den drei Tagen auf der Insel sehr viel geschnorchelt, haben Baby-Riffhaie im flachen Wasser beobachtet, Cocktails getrunken und haben auch einfach mal «Nichts» gemacht. 😊
Baby Black Tip Riff Hai :)
wilde Berggeissen :D
Sonnenuntergang ☀️
Naqalia Lodge
Unser letzter Stopp auf den Yasawa-Inseln war die Insel Waya Lailai (was soviel bedeutet wie kleines Waya 😊), in der Naqalia Lodge. Dies ist eine kleine, familiengeführte Lodge, die mit sehr viel Liebe und Freude gepflegt wird. Neben uns waren die einzigen Gäste ein irisches Paar, die gleichzeitig mit uns an- und abgereist sind.
Das Essen war bisher immer sehr gut, aber noch nie so lecker wie in der Naqalia Lodge. Bereits am ersten Abend, wurde uns gesagt, hier ist man vor allem zum Essen 😉 und so ging es uns auch – wir haben uns 3 mal am Tag fast überessen. 😉
Neben den Gästen hatte es vier super herzige Hunde, die aber leider nur die ersten beiden Tage da waren, dann gingen sie zurück ins Dorf. 🥲
Wir haben uns die Zeit vor allem mit Schnorcheln an einem extrem schönen Riff vertrieben, sind in den Hängematten herumgelegen und sind auf den höchsten Berg der Insel gestiegen. Dabei hatten wir zwei lokale Guides, Josh und Iti, die uns barfuss auf die Bergspitze führten und spannende Geschichten, Fakten und Unsinn erzählten.
Nach einer Nacht zurück in Nadi sind wir jetzt mit dem lokalen Bus in die Hauptstadt, Suva, weitergereist.
Frühstück am Strand
Unsere Guides Josh und Iti
Scooby Doo
Stubbie
Princess
Moana
Kava-Zeremonie mit Aku