Um euch allen und unseren eigenen Erwartungen gerecht zu werden ;) gibt es den ersten Eintrag in Tagebuch-Form. Mal schauen, ob wir das so weiterziehen werden oder dann noch etwas anpassen. Viel Spass beim Lesen :)
Ankunft in Tokio
Nach einer langen Reise, die uns von Zürich über Doha nach Japan führte, landeten wir endlich in Tokio. Es war schon ziemlich spät am Abend, als wir das Abenteuer begannen, mit der Metro in die Metropole zu fahren. Obwohl die Reise lang war, verlief alles reibungslos – das vegane Essen an Bord war überraschend gut, und unser Gepäck war schnell da. Doch trotz unserer Vorfreude auf die Stadt, waren wir so erschöpft, dass wir uns nur noch in unser Hotelbett fallen ließen.
Ein kleiner Dämpfer war der fehlende Adapter für die japanischen Steckdosen – unser Reiseadapter hat wohl für jedes andere Land einen Stecker, doch genau für Japan nicht. Ups, das hat wohl in der Vorbereitung nicht geklappt ;) Doch glücklicherweise hatte unser Hotel einen USB-Anschluss, sodass unsere Handys nicht lange ohne Strom blieben. Der Tag endete, ohne dass wir mehr von Tokio gesehen hatten, doch die Vorfreude auf den nächsten Morgen war riesig.
Tag 1: Entdeckungstour durch Akihabara und den Kaiserpalast
Der erste Morgen in Tokio begann mit einem Abstecher zu einem 7-Eleven für ein Snack-Frühstück ;) Gestärkt machten wir uns dann auf den Weg nach Akihabara, dem Elektronik-Viertel der Stadt. Hier reiht sich ein Geschäft ans nächste, von kleinen Ständen bis hin zu riesigen Kaufhäusern, die jedes Techniker-Herz höher schlagen lassen. Besonders begeistert hat uns ein mehrstöckiges Gebäude voller Greif- und Spielautomaten – wir konnten nicht widerstehen und haben eine Runde Mario Kart gespielt! :)
Danach führte uns unser Weg zum Imperial Palace, dem Wohnsitz des japanischen Kaisers. Leider konnten wir den Palast nur von aussen bewundern, da die Zugänge zu den Innenhöfen für uns nicht zugänglich waren (oder wir den Eingang einfach nicht fanden – wie wir im Nachhinein herausgefunden haben, wären wir wohl schon irgendwie hineingekommen 😉)
Nach einem Powernap im Hotel, um der Hitze und dem Jetlag zu trotzen, erkundeten wir abends das neonbeleuchtete Shinjuku-Viertel. Die unzähligen kleinen Bars, viele davon mit nur wenigen Sitzplätzen, boten einen einzigartigen Anblick. Interessant ist, dass das Rauchen auf den Strassen verboten, in den Bars jedoch erlaubt ist – eine ungewohnte Regel. Wir hatten deshalb gar nicht so richtig Lust, uns in eine Bar zu begeben und liessen Abend gemütlich im Hotel ausklingen.
Salome hat gewonnen :)
Auf der Suche nach Schatten
Der Versuch, zu trinken
No smoking!
Tag 2: Von traditionellen Schreinen bis zur weltbekannten Shibuya-Kreuzung
Unser zweiter Tag in Tokio begann mit einer organisatorischen Aufgabe: der Reservierung unserer Zugtickets für die kommenden Reiseziele. Zum Glück, denn einige Züge waren schon fast ausgebucht. Nach erfolgreicher Buchung und einem erneuten Frühstück im 7-Eleven, machten wir uns auf den Weg nach Harajuku. Dort besuchten wir den beeindruckenden Yoyogi-Park und den Meiji-Schrein, eine Oase der Ruhe inmitten der pulsierenden Stadt. Trotz der drückenden Hitze war der Besuch des Schreins ein sehr schönes Erlebnis.
Zum Mittagessen gönnten wir uns vegane Ramen und besuchten danach etwas typisch Japanisches: ein Katzencafé. Das Mocha Katzen-Café war eine süsse, wenn auch etwas teurere Erfahrung, bei der wir nebst den Katzen auch Touristen und viele Einheimische beobachten konnten – einige Personen besuchten das Café scheinbar nur, um dort zu schlafen. Und das, obwohl man dort pro 10 Minuten bezahlt!
Der Nachmittag führte uns nach Shibuya, zu einer der berühmtesten Kreuzungen der Welt. Aus einem Starbucks über der Kreuzung beobachteten wir das Menschenmeer, das bei jeder Grünphase über die Straße strömte – sehr faszinierend! Nebenbei entdeckten wir auch „Live-Mario-Kart“-Fahrer, die in Kostümen durch die Strassen rasten. Nachdem wir die geschäftige Gegend erkundet hatten, zogen wir uns in ruhigere Wohnviertel zurück, wo wir die stille Seite Tokios genossen. Es war sehr spannend, da in den Seitengassen sofort keine Menschen mehr waren, im Vergleich zu den Einkaufsstrassen, die etwas überlaufen waren. Zum Abendessen fanden wir in ein weiteres veganes Restaurant, wo wir uns durch die vielfältigen japanischen Spezialitäten probierten.
Da standen wir auch :)
Live Mario Kart
Tag 3: Entspannung im Grünen und ein Stück „echtes Japan“
Am dritten Tag gönnten wir uns eine wohlverdiente Pause vom hektischen Treiben der Reise und der Stadt und schliefen aus. Erst gegen 11 Uhr machten wir uns auf den Weg zum Shinjuku Gyoen Park, einer grünen Oase mit einem wunderschönen japanischen Garten. Hier verbrachten wir einige entspannte Stunden, fernab des Grossstadtlärms.
Unser nächstes Ziel war der Tokyo Skytree, der höchste freistehende Rundfunkturm der Welt. Leider waren die Tickets für den Aufstieg bereits ausverkauft, sodass wir den Turm nur von unten bewundern konnten. Wir setzten unseren Weg nach Asakusa fort, einem Viertel, das für seine traditionellen Kunsthandwerksläden und den beeindruckenden Sensō-ji-Tempel bekannt ist. Ein taiwanesisches Paar, das wir am ersten Tag in der U-Bahn kennengelernt hatten, beschrieb Asakusa als ein „Stück echtes Japan“, und genau das konnten wir dort erleben. Das Abendessen in einem der lokalen Restaurants zeigte, dass es wohl schon ein sehr touristisches Viertel ist – denn es war das bisher teuerste Restaurant.
Allgemein hat uns Tokyo gut gefallen, es ist alles sehr gut organisiert (wenn auch etwas weniger geordnet als erwartet ;)) und sehr sauber. Es gibt keine öffentlichen Mülleimer – und trotzdem ist es extrem sauber. Man muss also wirklich den ganzen Müll wieder mit nach Hause nehmen. Daran mussten wir uns etwas gewöhnen, denn je nach Abfall will man das ja nicht einfach so in den Rucksack packen. Die Menschen sind sehr hilfsbereit, sprechen aber nur sehr wenig Englisch, es war also eher schwierig, mit ihnen zu kommunizieren – ausser die Personen an den Touristenorten wie Schaltern für Attraktionen etc., die sprechen relativ gut Englisch. Aber gerade so an den Kassen in den Supermärkten haben wir kein Wort verstanden. 😉
Der August ist sicher nicht der beste Monat für einen Besuch, denn es hatte zum Teil sehr viele Menschen und war zu heiss, um wirklich den ganzen Tag die Stadt zu erkunden.
Am besten gefallen haben uns die verschiedenen Pärke und Gärten und die grosse Vielfalt der verschiedenen Stadtviertel. Auch die vielen veganen Restaurants waren toll (wir haben ausser dem 7-11 nur in rein veganen Restaurants gegessen :) )
Jetzt geht es weiter nach Hakone, eine kleine Stadt in den Bergen, in der Nähe vom Mount Fuji. Wir (besonders Salome) freuen uns, etwas aus dem Grossstadt-Trubel rauszukommen und wir sind gespannt auf die Natur Japans. :)